Weltweit sind bislang eine Vielzahl genetischer Anomalien bekannt, die zu einer Besonderheit im Erscheinungsbild der betroffenen Personen führen. Was Sie jedoch wahrscheinlich nicht wissen: Diese Ausnahmefälle betreffen auch das Tierreich. Allerdings handelt es sich um ein Tier mit einer ganz besonderen Eigenschaft, das wir zum ersten Mal fotografieren durften.

Ökologiespezialisten konnten zum ersten Mal in der Geschichte zwei von Leukämie betroffene Giraffen registrieren. Die weiße Farbe ihrer Haut hing insbesondere mit ihrem genetischen Zustand zusammen, der die Pigmentierung der Zellen der Epidermis behindert.
Im Gegensatz zu Tieren mit Albinismus-Syndrom, bei denen Melanin völlig fehlt und die Augen beim Betrachten der unteren Venen gerötet sind, weisen leukämische Tiere nur einen teilweisen Mangel an verschiedenen Pigmenttypen auf, der sich in weißer oder ungleichmäßiger Färbung äußert. Deshalb haben beispielsweise Giraffen eine weißliche Farbe oder leicht deutliche Farbflecken auf ihrem Körper. Ihr Fell ist weiß oder einfach hell, ihre Augen haben eine völlig normale Farbe, wobei sich die Pigmentzellen deutlich von denen in der Haut entwickeln.

Allerdings kann eine solche Anordnung auch Nachteile mit sich bringen, da die leuchtenden Farben und die fehlende Tarnung zum Auftauchen von Raubtieren führen können. Aus diesem Grund sind Tiere mit weißem Fell in freier Wildbahn kaum zu beobachten. Offensichtlich sind sie aufgrund ihrer Farbe sehr leicht zu erkennen.

Trotz alledem wurden in Kenia zwei seltene weiße Leukämie-Giraffen registriert. Die Fotos zeigen die erwachsene Giraffe und ihr Baby, beide weiß, beim Spaziergang im Naturschutzgebiet Ishaqbini_Hirola im kenianischen Departement Garissa.
Auf der Haut des Babys sind die Flecken noch kaum sichtbar, mit zunehmendem Alter werden sie jedoch allmählich heller.







